Peter Berger. Im Schatten der Diktatur. Die Finanzdiplomatie des Vertreters des VÖ¶lkerbundes in Ö?sterreich, Meinoud Marinus Rost van Tonningen 1931-1936. Wien und Weimar: BÖ¶hlau Verlag, 2000. 616 S. DEM 154,00 (gebunden), ISBN 978-3-205-99206-6.
Reviewed by Juergen Nautz (Universität Gesamthochschule Kassel, Fachbereich Berufsbildungs-, Sozial- und Rechtswissenschaften)
Published on HABSBURG (February, 2001)
Der Niederlaender Meinoud Marinus Rost van Tonningen war von 1931 bis 1936 als Repraesentant des Voelkerbundes in Oesterreich fuer die Wahrung der Interessen der Auslandsglaeubiger und fuer die wirtschaftspolitische Beratung der oesterreichischen Bundesregierung zustaendig. Als er sein Amt zuruecklegte, war er bereits vom Nationalsozialismus fasziniert.
Mit Rost van Tonningen hat sich Peter Berger einem Akteur zugewandt, der als Finanzberater des Voelkerbundes in Oesterreich nicht zur ersten Garnitur der Beamten und Politiker seiner Zeit gehoerte. Dies macht fuer den Autor aber gerade die Staerke der nachgelassenen Dokumente dieses Mannes aus. Auf diese weniger prominente Rolle Rost van Tonningens fuehrt es Peter Berger zurueck, dass er in Regierungskreisen geschaetzt war und mit wertvollen Informationen versorgt wurde, die sich in seiner Korrespondenz und in seinem Tagebuch wiederfinden. Daher seien, so Berger weiter, seine in Genf und Amsterdam verwahrten Memoranden und Briefe als "wahre Fundgrube" fuer die Zeitgeschichtsforschung anzusehen. Mit ihnen sei die Entwicklung einer "Finanzdiplomatie im Schatten der Diktatur" nachvollziehbar.
Nach der Rueckkehr in die Niederlande konnte Rost van Tonningen zu erheblich mehr Einfluss gelangen. Er hatte sich in Oesterreich zum begeisterten Anhaenger zunaechst von Staendestaats-Kanzler Engelbert Dollfuss, dann von Adolf Hitler entwickelt. Er profilierte sich nicht zuletzt als fanatischer Freund Deutschlands wie auch als ebenso fanatischer Antisemit. Nach der Besetzung der Niederlande durch deutsche Truppen im Jahre 1940 konnte er unter den neuen Machthabern Karriere machen. Als Praesident der Nederlandsche Bank (niederlaendische Notenbank) wirkte er massgeblich an der finanziellen Ausbeutung der Niederlande und der juedischen Bevoelkerung mit. [1]
Rost van Tonningen wurde nach seinem Selbstmord 1945 durch Mitglieder der Neonaziszene fleissig in Erinnerung gebracht (dies vermittelt schon eine oberflaechliche Recherche im Internet). Bei dieser "Erinnerungsarbeit" tat sich besonders seine wegen Verbreitung der Auschwitz-Luege mehrfach vorbestrafte Witwe, Florentine Rost van Tonningen-Heube hervor,[2] die trotz ihres hohen Alters bei den Veranstaltungen im braunen Dunstkreis ein gerngesehener Gast war, so auch bei den jaehrlich stattfindenden Aufmaerschen auf dem Ulrichsberg, nahe dem oesterreichischen Klagenfurt, der Landeshauptstadt Kaerntens. Auch Kaerntens Landeshauptmann Joerg Haider zaehlte zu ihrem Publikum.[3]
Dass Rost van Tonningen einmal eine Schluesselposition in der europaeischen Finanzdiplomatie und dann im Machtgefuege der nationalsozialistischen Besatzungsmacht in den Niederlanden einnehmen wuerde, war am Beginn seiner beruflichen Laufbahn keineswegs abzusehen. Es bedurfte mehr als dreihundert Bewerbungen, bis Rost van Tonningen seine erste Stelle als Jurist antreten konnte; und dies war auch noch eine Urlaubsvertretung. Beim eben etablierten Finanzkontrollgremium des Voelkerbundes in Wien bewarb sich Rost eher beilaeufig. Im Fruehjahr 1923 reiste er dann nach Wien, um seine erste Voelkerbundstelle in Wien anzutreten. Dieses mit den Genfer Vertraegen eingeleitete finanzielle Engagement des Voelkerbunds bezeichnete Rost selbst als "wertvolle Schule". Dem Wiener Voelkerbundbuero gehoerten in den zwanziger Jahren vor allem moderate buergerliche Wirtschafts- und Verwaltungsexperten an, die Rosts Denken und Handel praegten.
Dennoch duerfte er schon in dieser Zeit zu extremen Positionen geneigt haben, meint Peter Berger (S. 86). Er wurde auch von Zeitgenossen als energischer, unausgeglichener Mann bezeichnet. Berger bringt im folgenden einige Belege fuer ein "manichaeisches Weltbild" und eine "krude Schwarzweissmalerei" bei Rost van Tonningen (S. 127). Etwa unterstellte er der Bank of England einen europaeischen wenn nicht gar globalen Finanzimperialismus. "La politique de credit de Londres aspirait a la dictature sur le continent," schreibt er im November 1925 an einen Kollegen beim Voelkerbund (S. 127). Rost van Tonnigen offenbart sich in anderen Stellungnahmen als konservativer Demokratiekritiker, der dem vermeintlich unpolitischen Fachmann der Vorkriegszeit nachtrauert. In der starken Position des oesterreichischen Parlaments sah er eine Ursache fuer finanzpolitische Schwierigkeiten (S. 129ff).
Nach der Beendigung seiner Taetigkeit fuer den Voelkerbund in Wien wollte Rost eine sichere und eintraegliche berufliche Stellung erreichen. Erste Bemuehungen in diese Richtung startete er schon im Fruehjahr des Jahres 1925 von Wien aus. Im Sommer 1928 trat er in eines der renommiertesten Amsterdamer Finanzhaeuser als Angestellter ein, um sich mit den Grundlagen des Bankgeschaefts vertraut machen zu lassen. Er wollte sich freilich nicht mit beschaulicher Angestelltentaetigkeit zufrieden geben. Eine Karriere bei der Niederlaendischen Nationalbank, die er erwog, sollte sich aber erst unter den Auspizien der nationalsozialistischen Besatzungsherrschaft in den Niederlanden ergeben. Zunaechst kam er wieder in Diensten des Voelkerbundes zurueck nach Wien. Nunmehr als Vertreter des Finanzkomitees des Voelkerbunds hatte er nur einen kleinen Mitarbeiterstab und dem Wortlaut des Vertrages nach auch nur wenig Macht. Um so bemerkenswerter ist der Einfluss, den Rost van Tonningen in Oesterreich und beim Voelkerbund bzw. den oesterreichischen Kreditgebern erlangen konnte.
Rost van Tonningen, der mit einer buergerlich-konservativen Weltsicht nach Wien kam, hatte sich waehrend seiner zweiten Wiener Lebensphase, zwischen 1931 und 1936, immer mehr von den Ideen des Nationalsozialismus einnehmen lassen. Berger zeigt, dass diese Hinwendung in einem gestaffelten Prozess verlief: Mehrere Etappen habe es gegeben, so Berger, die sich auch als Phasen der oesterreichischen Wirtschafts- und Politikgeschichte darstellen liessen. Rost van Tonningen sei, so Berger an anderer Stelle, ein "extrem labiler Mensch, angewiesen auf geistige Stuetze und Fuehrung" (S. 25) gewesen, der immer den Kontakt zu Gruppierungen gesucht habe, aus denen er ein Sicherheitsgefuehl habe ziehen koennen. So verwundert es auch nicht, dass zu den verschiedenen Phasen der Hinwendung zur nationalsozialistischen Ideologie unterschiedliche "Leitfiguren" gehoeren, an denen sich Rost van Tonningens Politikeinschaetzung und Weltsicht ausrichtete.
Bis zur Abloesung von Bundeskanzler Buresch durch Engelbert Dollfuss im Mai 1932 war das Verhaeltnis Rosts zur oesterreichischen politischen Fuehrung durch Distanz gekennzeichnet. Dollfuss bewunderte Rost dagegen. Diese Begeisterung fuer die autoritaere Politik Dollfuss' erreichte im Herbst 1933 einen Hoehepunkt. Rost van Tonningen war vom Sachwalter der Auslandsinteressen ueber die Rolle eines "ehrichen Maklers" zum "Freund" Oesterreichs geworden. Die Begeisterung fuer das Dollfuss-Regime verhinderte freilich nicht eine zunehmende Eingenommenheit fuer die politischen Ziele und Methoden des deutschen Reichskanzlers Adolf Hitler, die Rosts oesterreichische Freunde in Bedraengnis brachte.
Schliesslich liess Rost sich auch von der nationalsozialistischen Ideologie gefangennehmen. Dies hatte, so Berger, zwei "praktische" Konsequenzen: 1. Rost van Tonningen stellte sich gegen jede Initiative, den Voelkerbund zum formellen Garanten der Unabhaengigkeit Oesterreichs von Deutschland zu machen. 2. Er intervenierte bei der Wiener Gesandtschaft des Reiches und spaeter auch direkt in der Wilhelmstrasse im Sinne eines "Verstaendigungsfriedens oder wenigstens eines Waffenstillstands" zwischen beiden politischen Fuehrungen. Berger wertet dies als eine "konsequente Ergaenzung des Dollfussschen Rechtskurses", keinesfalls als Abruecken vom oesterreichischen Kanzler.
Das Abruecken Rost van Tonningens von der Wiener Regierung fuehrt Berger auf die Enttaeuschung des Voelkerbundvertreters ueber die Heimwehr zurueck. Er kritisierte die Reibungen zwischen dem Gruender der Wiener Heimwehr und Regierungsmitglied Major Emil Fey und Bundeskanzler Dollfuss, zieh Ernst Ruediger Starhemberg, fuehrender Kopf in Heimatschutz und Vaterlaendischer Front, des unsittlichen Lebenswandels und sah in Odo Neustaedter-Stuermer (Staatssekretaer, spaeter Minister) so etwas wie einen Inflationstreiber (S. 393f.). Schliesslich verdaechtigte Rost Fey der Teilnahme am Komplott zur Ernennung Anton Rintelens als Nachfolger von Dollfuss nach dessen Ermordung im Juli 1934. [4]
Entfremdend wirkte auch der zunehmende Einfluss des Katholizismus, von dem Rost herzlich wenig hielt. Als mit der Machtuebernahme durch Schuschnigg dieser Einfluss noch anzuwachsen drohte, wollte Rost van Tonningen diesen Weg nicht mehr mitgehen. Er wandte sich mit zunehmender Sympathie dem nationalsozialistischen Deutschland zu, wo ihm das Verhaeltnis von Staat und Kirche eindeutig geregelt zu sein schien. In einem Tagebucheintrag vom 29. Juli 1934 treten auch Rosts Vorbehalte gegenueber Juden deutlich zu Tage: "Kienboeck (Halbjude) - Kunwald - Schuschnigg, Zusammenarbeit von Juden und Katholiken, das ist das, wogegen Hitler meines Erachtens so heftig ankaempft, die Maechte des Unheils in dieser ungluecklichen Welt" (S. 562). [5]
Waehrend der letzten beiden Jahre seines Engagements in Wien geriet Rost van Tonningen zunehmend unter den Einfluss einer ausgepraegt deutsch-nationalen Gruppe um Karl Anton Rohan. Rost begann seine Aufgabe als Voelkerbundkommissar "ziemlich exzentrisch" (S. 28) auszulegen. Er machte massiv Politik gegen eine staerkeres finanzielles Engagement des Westens in Oesterreich. Nicht weniger engagiert stellte Rost van Tonningen sich im Rahmen seiner Moeglichkeiten gegen eine Erfuellungspolitik Oesterreichs, wie sie vor allem von London angestrebt wurde: Oesterreich sollte gegenueber den Inhabern von Coupons der amerikanischen Tranche der Voelkerbundanleihe von 1923, von oesterreichischen Reliefbonds und Live-Claims der Creditanstalt mehr Entgegenkommen zeigen.
Nachdem Ludwig Draxler im Oktober 1935 Karl Buresch als Finanzminister abgeloest hatte, begann Rost van Tonningen rasch damit, den Voelkerbund aus seiner zentralen Position als Beratungsinstanz der oesterreichischen Bundesregierung in finanzpolitischen Fragen auszuschalten. Daraus entwickelt Berger eine zentrale These seines Buches: Die Beendigung der Zusammenarbeit Oesterreichs mit dem Voelkerbund im Sommer 1936 sei neben dem Juliabkommen und der Berchtesgadener Entrevue im Februar 1938 "trauriger Hoehepunkt" auf dem Weg Oesterreichs zur Aufgabe seiner Souveraenitaet gewesen. Rost van Tonnigen habe es - trotz seiner nicht gerade bedeutenden Position - erreicht, das politische und wirtschaftliche Gefuege der Lausanner Sanierung, mit der nicht zuletzt Hitler aus Oesterreich ferngehalten werden sollte, zusammenbrechen zu lassen.
Berger fuehrt diese Wirkungsmaechtigkeit darauf zurueck, dass jene Grundsaetze, die die europaeische Nachkriegsordnung stuetzen sollten, erodiert waeren. Der Wirtschaftsliberalismus sei als Folge der Weltwirtschaftskrise nachhaltig beschaedigt worden. Laengst hatte sich in den aussenwirtschaftlichen Beziehungen das Misstrauen als handlungsleitende Maxime durchgesetzt; was sicher gerade auch fuer die innenpolitischen Konstellationen in Oesterreich galt.
Die oesterreichische Regierung dankte Rost sein Engagement mit dem Grosskreuz des oesterreichischen Verdienstordens. Der Voelkerbund zeigte sich deutlich verstimmt.
Das publizistische Unternehmen von Peter Berger ist sehr zu begruessen. Er hat mit seinem Buch nicht nur einen spannenden wie serioesen Beitrag zur Lebenspolitik der schillernden Figur des Rost van Tonningen abgeliefert, sondern auch einen interessanten Einblick in die Finanzpolitik der zwanziger und dreissiger Jahre des 20. Jahrhunderts vermittelt. Bergers Studie fusst dabei auf umfaenglichen Quellenstudien in Genf, Paris, London Wien und Amsterdam, hinzu kommt ein ausgewogener Literaturapparat. Die ueberzeugende wissenschaftliche Arbeit des Verfassers wird durch ein - in unseren Tagen ueberraschendes - sorgfaeltiges Lektorat unterstrichen.
Zwar weist Berger ausdruecklich darauf hin, dass sein Buch nicht den Anspruch erhebe, "Biographie im eigentlichen Wortsinn" zu sein, dennoch folgt der Einleitung ein Kapitel, das sich der Kindheit und Jugend Rost van Tonningens widmet. Er haelt diese biographischen Informationen fuer das Verstaendnis von Rosts Aktivitaeten und Haltungen als Voelkerbundkommissar notwendig. Am Ende der Studie findet sich ein weiteres biographisch gehaltenes Kapitel (7), in dem unter dem Titel "Aufstieg und Fall eines Landesverraeters" Rost van Tonningens Lebensweg in den Niederlanden, wo er unter anderem als Aktivist der Nationaal-Socialistische Beweging (NSB) und als Praesident der niederlaendischen Notenbank agierte. In den Kapiteln 2 bis 6 versucht Berger auf der Basis der Dokumente Rost van Tonningens fuer die Zwischenkriegszeit eine Neubewertung der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung Oesterreichs. Der Studie angefuegt ist eine Quelle, naemlich Rost van Tonningens Wiener Tagebuch von 1934.
Zunaechst irritiert die Aufteilung des Buches, aber bei der Lektuere der Kapitel ueber die Finanzpolitik in Oesterreich erweisen sich die biographischen Hinweise am Beginn als sehr hilfreich. Allerdings erscheint jenes letzte Kapitel ueber Rost van Tonningens letzten Lebens- und Wirkensabschnitt in den Niederlanden als Gehilfe der deutschen Besatzer eher als etwas aufgesetzt und hat mit der "Finanzdiplomatie des Vertreters des Voelkerbundes in Oesterreich" eher wenig zu tun. Aber es vermittelt in der Verbindung mit dem vorangehenden Text dann doch ein Lebensbild eines Mannes, dem in der rechten Szene noch immer so viel Andenken gewidmet wird.
Anmerkungen
[1]. Vgl. Thomas Maissen, "Raubgold aus den Niederlanden als Praezedenzfall? Eine Darstellung auf Grund bisher unveroeffentlichter Dokumente", in Neue Zuercher Zeitung Online vom 18. Januar 2001.
[2]. Siehe Renate Bitzan und Katrin Sturhan, "Kurzbiographien rechter Frauen", in Renate Bitzan (Hg.), Rechte Frauen. Skingirls, Walkueren und feine Damen (Antifa-Edition, Berlin: Elefanten-Press, 1997) S. 249-277, hier 265.
[3]. Siehe Die Tageszeitung [taz] vom 26. Februar 2000.
[4]. Anton Rintelen war ehemaliger Landeshauptmann der Steiermark und oesterreichischer Gesandter in Rom. Er wurde wegen seiner Beteiligung am Juli-Putsch wegen Hochverrats 1935 zu lebenslaenglichem Kerker verurteilt, im Februar 1938 amnestiert.
[5]. Viktor Kienboeck war unter anderem oesterreichischer Finanzminister, von 1932 bis 1938 Praesident der Oesterreichischen Nationalbank, von 1934 bis 1938 Mitglied des Staatsrates. Kunwald war von Hause aus Jurist und galt als einflussreicher politischer Berater.
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Citation:
Juergen Nautz. Review of Berger, Peter, Im Schatten der Diktatur. Die Finanzdiplomatie des Vertreters des VÖ¶lkerbundes in Ö?sterreich, Meinoud Marinus Rost van Tonningen 1931-1936.
HABSBURG, H-Net Reviews.
February, 2001.
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