Stefan Zahlmann, Sylka Scholz. Scheitern und Biographie: Die andere Seite moderner Lebensgeschichten. Giessen: Psychosozial-Verlag, 2005. 294 S. (broschiert), ISBN 978-3-89806-347-0.
Reviewed by Ina Merkel
Published on H-Soz-u-Kult (September, 2005)
St. Zahlmann u.a. (Hgg.): Scheitern und Biographie
Um es gleich vorweg in einem Satz zu sagen: Den beiden Herausgebern ist ein anregendes, lesbares, nachdenklich machendes und zugleich unterhaltsames Buch gelungen, ein in der heutigen Wissenschaftslandschaft seltenes Ereignis, das es kritisch zu würdigen gilt. Obwohl das Thema Scheitern längst im Feuilleton angekommen ist – die Herausgeber verweisen selbst auf die mediale Präsenz und den fast inflationären Gebrauch des Begriffes – heißt das ja nicht, dass schon alles gesagt wäre. Im Gegenteil, in der ernsthaften wissenschaftlichen Auseinandersetzung tun sich neue Fragen auf, die so noch gar nicht gestellt worden sind.
Scheitern wird von den Herausgebern und AutorInnen als inhärentes Moment modernen Lebens begriffen, gleichwohl gilt es ihnen mit Richard Sennett als das „große Tabu der Moderne“. Entstanden im 18. Jahrhundert in bürgerlichen Kontexten wird Scheitern im Zuge der Aufklärung immer stärker mit säkularen Glücksvorstellungen verknüpft, als individuelles Projekt begriffen: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Scheitern ist die andere Seite des Erfolgs, in echten Erfolg als Potenz quasi eingeschrieben. Das setzt allerdings voraus, dass es etwas Überschüssiges gibt, das riskiert werden kann. Scheitern ist „geradezu ein Luxus, trifft es doch mit Bürgern und Kleinbürgern immerhin Gruppen, die überhaupt etwas zu verlieren haben“ (S. 13). Scheitern ist eine Angelegenheit des öffentlichen Urteils, somit sind davon in erster Linie Personen betroffen, die in der Sphäre der Öffentlichkeit agieren, also weitgehend Männer. Stefan Zahlmann definiert damit in seiner Einleitung Scheitern als männliche und als bürgerliche Angelegenheit, eine These, die in der Empirie der vorgeführten Fälle nachdrücklich bestätigt, so dezidiert aber erst am Schluss von seiner Mitherausgeberin wieder aufgegriffen wird.
Scheitern ist nicht einfach Misslingen, Erfolglosigkeit, bedeutet nicht, zu hoch gepokert und verloren zu haben. Scheitern ist existentiell, Zer-Scheitern, wie Zahlmann eingangs erläutert, Zerschlagen von Existenzbedingungen. In der Tat ist das Zer-Scheitern bürgerlicher Existenzen ein periodisch auftretendes Massenphänomen im 19. und 20. Jahrhundert: Gründerkrach, Inflation, Holocaust, Flucht, Enteignung im Sozialismus mögen als Stichworte hier genügen. Hinter dem Diskurs über das individuelle Scheitern stehen realhistorische Gefahren des Abstiegs und der sozialen Ausgrenzung, der Verproletarisierung und Verelendung, Erfahrungen, die in den letzten hundert Jahren immer wieder – teilweise sogar massenhaft – in bürgerlichen Schichten gemacht werden und die irgendwie verarbeitet werden müssen. Am deutlichsten wird diese Dimension überraschenderweise in dem Beitrag über Karl Marx (Jürgen Herres und Regina Roth), einem Mann, der das Elend der Arbeiter aus eigener Anschauung gut genug kannte, um zu wissen, wie sich der Ausschluss aus dem bürgerlichen Milieu anfühlen würde.
Diese Realerfahrungen bilden den Hintergrund für Ängste, Verdrängungen und öffentliches Tabu. Beim Scheitern geht es letztlich um Status- und Gesichtsverlust, um Abstieg, Ausschluss, Ausgrenzung. Das aber ist etwas, über das nicht öffentlich geredet werden kann. Die Herausgeber interessieren sich deshalb vor allem für die Strategien, die in männlich-bürgerlichen Biografien aufscheinen: Verdrängung, Suizid, Umdeutung, Ironisierung und kreativ-künstlerische Verarbeitung.
Nicht existentielles und endgültiges, sondern zeitweiliges und überwindbares Scheitern steht damit im Zentrum der Überlegungen, weil solche Art des Scheiterns offenbar zur Grunderfahrung in unserer heutigen westlich-modernen Gesellschaft gehört. „Der Verlust ökonomischer Sicherheit und die fehlende Möglichkeit zur Verwirklichung persönlicher Zielvorstellungen sind die markantesten Formen biographischen Scheiterns der Gegenwart geworden.“ (S. 13) Vor dem Hintergrund normativer Vorstellungen eines gelungen oder erfolgreichen Lebens wird jedoch selbst diese Art des zeitweiligen Scheiterns ausgeblendet, gehört es zu den unerwünschten Konflikten und wird als individuelles Versagen gedeutet. Dabei sind abgelehnte Projekte, misslungene Unternehmungen, Bildungswege, die nicht zu den individuellen Fähigkeiten passen, das Auseinanderfallen von Beruf und Familie, abgebrochene Karrieren, zerbrochene Beziehungen usw. Alltagserfahrungen, die nicht allein in der individuellen Verantwortung des Einzelnen liegen. Damit sie sich nicht biografisch verstetigen, müsse darüber geredet werden, und zwar nicht nur therapeutisch, sondern öffentlich. Öffentliches Reden über Verlieren, Versagen, Misslingen, um zu einer „Diskussion über den Maßstab der Bewertung von Biographien“ (S. 18) zu kommen, um Scheitern von der individuellen Situation zu lösen und gesellschaftlich zu legitimieren, so könnte man das (etwas pathetisch anmutende) Credo der Herausgeber zusammenfassen. Es geht darum, dass „scheiterfähige Biographiekonzepte“ (S. 9) entwickelt werden, dass wir „den Umgang mit Scheitern [...] erlernen“ (S. 19), „Handlungsfähigkeit selbst in der Krise“ entwickeln, eine neue „Kultur des Scheiterns“ ausbilden (S. 9).
In dem Buch werden eine ganze Reihe reizvoll zu lesender, biografischer Fallstudien vorgestellt. Das ist ein geschickter Kunstgriff, weil der Zusammenhang von Scheitern und Biografie es möglich macht, das Scheitern als Moment in längerfristigen Prozessen zu begreifen, es gewissermaßen zu historisieren. Das Scheitern, um das es in diesem Buch geht, ist mit einer Ausnahme (einem Suizid) – eben weil es sich um biografisch verarbeitetes Scheitern handelt – ein überwundenes Scheitern, die vorgeführten Fälle Stehaufmännchen und nicht gebrochene Gestalten, „gescheiterte Existenzen“. Die Fälle stammen aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert und reichen bis in die Gegenwart. Obwohl das Buch nicht chronologisch aufgebaut ist, entsteht auf diese Weise eine Vorstellung vom gesellschaftlichen Wandel biografischer Konzepte wie gesellschaftlicher Normen und Werte, vom kulturellen Charakter der Vorstellungen von Glück, gelungenem Leben oder eben vom Scheitern. Scheitern ist keine anthropologische Konstante, sondern historisch, kulturell, sozial und geschlechtsspezifisch verschieden konstruiert.
Das Buch gliedert sich in drei Teile: „Arbeit und Leistung“, „Religion, Nation, Generation“ und „Lob des Scheiterns. Einsichten und Aussichten“. Eingeleitet werden die Beiträge durch eine intelligente philosophische Betrachtung von Zahlmann über die Kultur biografischer Legitimation, über die Kultur des Redens über das Scheitern also. Dieses Reden findet vor einem kulturellen und historischen Hintergrund statt, in dem definiert ist, was jeweils als Erfolg, als gelungenes Leben zu gelten hat und vor dem sich die Gescheiterten rechtfertigen müssen. Hier setzt das Buch mit einem Gegenkonzept an: Scheitern soll nicht länger als Ausnahme, als Endpunkt begriffen werden, sondern vielmehr als notwendiges Moment gelungenen Lebens. Es will dazu ermuntern, sich das eigene Scheitern einzugestehen, über Scheitern zu reden und zu begreifen, dass Scheitern in unsere alltägliche Lebenspraxis unvermeidbar eingeschrieben ist. Das ist nicht psychologisierend therapeutisch gemeint, sondern analytischer Ausgangspunkt für das Begreifen eines machtvollen normativen Diskurses.
Die einzelnen Beiträge können nur kursorisch gestreift werden. Ich beschränke mich auf die Darstellung der Hauptthesen, um einen Leseanreiz zu geben, und hoffe, die Pointen damit nicht vorwegzunehmen. Im ersten Teil werden anhand von Fallanalysen sehr eigenwillige Perspektiven auf das Thema entwickelt, oft entlang einer einzelnen Biografie. Andreas Bähr befasst sich mit den Motiven eines Selbstmords im 18. Jahrhundert, der paradoxerweise als einziger Ausweg angesehen wird, in Würde zu scheitern. Jürgen Herres und Regina Roth lesen die Biografie von Karl Marx als eine Abfolge von Erfolgen und Misserfolgen. Nicht nur war sein Leben reich an persönlichen Tragödien, es müsste nach den Maßstäben seiner Zeitgenossen wohl als gescheitert angesehen werden. Doch gerade seine Meisterschaft im Nichtvollenden, im Suchen nach neuen Lösungen, sein Niezufriedensein mit den eigenen Manuskripten macht bis heute seine Anziehungskraft aus. Martina Kessel analysiert die autobiografischen Erinnerungen des einzigen Enkels von Moses Mendelssohn, der mit seiner von Katastrophen durchsetzen unternehmerischen Karriere nicht ins bildungsbürgerliche Muster seiner Familie passte. Renate Liebold zeigt auf, wie die berufliche Erfolgsbiografie von heutigen Karrieremännern durch das Scheitern in der Familie konterkariert wird. Gerd Dressel und Nikola Langreiter machen ein Thema auf, das den potentiellen Leserkreis dieses Buches besonders interessieren wird, indem sie nach dem Scheitern von Wissenschaftler/innen fragen. Sie kommen zu der These, dass sowohl die Formen des Scheiterns als auch des Erzählens darüber generations- bzw. geschlechtsspezifische Muster aufweisen. Letztlich aber zeichnen sich die dominanten Erzählmuster dadurch aus, dass sich die eigenen Misserfolge und Krisen darin nicht ohne weiteres integrieren lassen. Das selbstironische Fazit: WissenschaftlerInnen scheitern nicht (S. 119). Claudia Dreke schließlich untersucht, wie das Scheitern einer Westfrau im Osten in Selbst- und Fremdbildern reflektiert wird, die dem Ost-West-Diskurs entnommen sind.
In diesem ersten Teil geht es vor allem um die biografische Konstruktion, die narrativen Muster der Rechtfertigung und die historisch-kulturellen Norm- und Wertvorstellungen, vor deren Hintergrund Scheitern jeweils anders definiert wird. Die Fälle sind anschaulich und plastisch geschrieben und sehr reizvoll zu lesen. Im zweiten Teil versammeln sich Beiträge, die sich eher im Sinne „kollektiver“ Biografien verstehen, wenn man denn so einen Begriff überhaupt bilden kann. Gesine Carl stellt die philosophischen Konzepte zweier Zeitgenossen aus dem 18. Jahrhundert einander gegenüber, die, weil sie verschiedenen Generationen angehören, geradezu entgegengesetzte Auffassungen vom Scheitern vertreten. Jürgen Reulecke fragt danach, wie das generationsspezifisch-kollektive Versagen der jugendbewegten „Jahrhundertgeneration“ im Dritten Reich von ihr nach 1945 verarbeitet wird. Er deutet das selbstbewusste Auftreten der Männer des Freideutschen Kreises als Repräsentationsform, hinter der sich eine „tief depressive, von Scham geprägte Grundstimmung verbarg, die zu zeigen aber Schwäche gewesen wäre, weil dies das Männlichkeitsbild dieser Altersgruppe nicht zuließ“ (S. 173). Hieran anknüpfend zeigt Rainer Pöppinghege, wie deutsche Kriegsgefangene sowohl des I. wie des II. Weltkrieges zwar über ihre Lagererfahrungen berichten können, die Gefangennahme selbst, das konkrete Moment des Scheiterns also, nicht erzählt werden kann, ja verdrängt werden muss. Um den Bruch nationalsozialistischer Männlichkeitsvorstellungen nach 1945 geht es auch in dem Beitrag von Christoph Kühberger, der untersucht hat, wie abwehrend inhaftierte Nationalsozialisten auf den alternativen Männlichkeitsentwurf der amerikanischen Besatzungssoldaten reagierten. Das Kapitel, in dem kollektive biografische Erfahrungen verhandelt wurden, wird von einem Interview mit Sander L. Gilman über amerikanische Vorstellungen vom Scheitern beschlossen. Der Mainstream der amerikanischen Kultur zeige, wie Scheitern überlebt und überwunden werden kann und ermögliche dadurch eine symbolische Aufrechterhaltung von Handlungsfähigkeit. Letztlich wird damit ein Gegenbild zur amerikanischen Wirklichkeit geschaffen, in der man – ganz anders als in Europa – individuell viel dramatischer und existentieller scheitern kann. Zugleich wird diese Wirklichkeit darin ausgeblendet. „Scheitern ist zwar ein alltägliches Phänomen, jedoch noch nicht als Normalität akzeptiert.“ (S. 217) Die Überschrift dieses Teils lautet: Religion, Nation, Generation – nach der Lektüre drängen sich mir andere Begriffe auf, nämlich: Generation, Geschlecht, Kultur.
Im Wechsel von der individuell-biografischen auf die Gruppenperspektive verdichten sich die im ersten Teil bereits angedeuteten sozialen und kulturellen Hintergründe der Maßstäbe des Scheiterns zu kulturellen Mustern. Historische (Generation) und soziale (Geschlecht) Perspektiven gehen dabei eine außerordentlich anregende Symbiose ein. Scheitern bekommt einen konkreten historischen, sozialen und kulturellen Ort, der im dritten Teil zugunsten philosophisch-utopischer Betrachtungen (nicht ohne abermaligen Gewinn) aufgegeben wird. Im „Lob des Scheiterns“ werden das Überwinden gepriesen, die kreativen Potentiale herausgehoben, das Scheitern selbst in Glück umgedeutet. Dabei geht allerdings die tragische Dimension des Scheiterns verloren.
So umschifft Utz Jeggle heiter das gefährliche Terrain, um Scheitern als Form lebenslangen Lernens zu deklarieren, als typische kulturelle Gebärde der bürgerlichen Gesellschaft. In der Entpathetisierung liegt ein großer Reiz, zumal darin die Dialektik von Scheitern und Glück aufscheint. Äußeres Scheitern kann innerlich frei machen, Glück kann zugleich Scheitern bedeuten. „Zum Glück gehört der Mut zum Unglück, zum Gelingen die Erfahrung des Scheiterns. Scheitern kann ich nur im Scheitern lernen.“ (S. 234) Erhard Meueler knüpft indirekt daran an, wenn er phantasiertes wie reales Scheitern als Voraussetzung für Fortschritt und Subjektentwicklung ansieht. Am eigenen Beispiel zeigt Meueler, welche kreativen Potentiale im Scheitern stecken können und zugleich wie grenzwertig Scheitern für die eigene Existenz sein kann. Christian Klein erklärt Berlin zur Hauptstadt des Scheiterns wie natürlich des Glücks, das daraus gewonnen werden kann. Er stellt zwei Berlin-Biografien einander gegenüber „Fabian“ von Erich Kästner und „Herr Lehmann“ von Sven Regener. Beides Geschichten von Männern, die ein Leben führen, das den Ansprüchen der Gesellschaft nicht genügt. Ob es sich deshalb gleich um gescheiterte Existenzen handelt, wie er behauptet (S. 256), möchte ich zumindest im Fall von Herrn Lehmann in Frage stellen. Nur, weil er die normativ gesetzten Lebensziele (Geld, Kariere, Familie) nicht anstrebt, ist er ja noch kein „Verlierer“. Interessant an dem Vergleich ist, dass es sich um Geschichten handelt, in denen Individuen in gesellschaftliche Umbrüche verwoben sind. Sylka Scholz beschließt diesen Teil und damit das Buch mit einer Analyse von zwei Projekten, die vor einigen Jahren große mediale Aufmerksamkeit genossen haben: der „Show des Scheiterns“ und des „Clubs der Polnischen Versager“. Die beiden Kulturprojekte deutet sie als einen „Diskurs der Gescheiterten“, in dem versucht wird, alternative Sinngebungen von Scheitern zu entwerfen. Paradoxerweise sind die Gescheiterten damit ausgesprochen erfolgreich. Allerdings verschiebt sich die Perspektive von der Logik des Erfolgs zur Aktivität. Wichtig wird, überhaupt etwas versucht zu haben. Ein wenig erinnert das allerdings an die tröstenden Lehrersprüche bei Schulsportfesten.
Doch Scholz geht es um mehr als eine rhetorische Strategie, sie zeigt, dass in der Umdeutung des Scheiterns implizit eine Kritik des hegemonialen Männlichkeitsmodells enthalten ist. In ihren klugen Schlussgedanken greift sie noch einmal die eingangs aufgeworfene Frage nach dem Zusammenhang von Geschlecht und Scheitern auf. Es fällt auf, dass es sich insbesondere bei den historischen Fällen im Buch nur um männliche Biografien handelt. Erklärt wird das mit der Verknüpfung von Scheitern und Öffentlichkeit. Dennoch bleiben Fragen offen, die Scholz am Ende auflistet: Wie sieht weibliches Scheitern aus und in welchen Narrativen kann es erzählt werden? Welche Deutungsmuster gelten in unteren sozialen Schichten? Und was, möchte ich hinzufügen, ist mit dem Scheitern, das nicht verarbeitet, nicht umgedeutet werden kann, weil es endgültig und existentiell ist? Diese und andere Fragen, die aus der Lektüre erwachsen, zeigen nicht nur an, dass den beiden Herausgebern ein anregender und provozierender Band gelungen ist, sie lassen auch auf eine Fortsetzung des Unternehmens hoffen. (Eine zweite, korrigierte Auflage ist inzwischen erschienen.)
Dieser Sammelband ist nicht das Ergebnis einer Tagung, vielmehr wurden die AutorInnen von den Herausgebern sorgfältig ausgewählt, inhaltlich gezielt auf bestimmte Perspektiven und Schwerpunkte gelenkt und überzeugend lektoriert. Am Ende ist ein konzentrierter Band entstanden, der auf erholsame Weise frei von Füllseln, Redundanzen und Abschweifungen ist. Verdienst der Herausgeber ist zweifellos auch das erstaunlich harmonische Miteinander so unterschiedlicher disziplinärer Perspektiven wie aus Geschichte, Soziologie, Kultur- und Literaturwissenschaft, Psychologie und Philosophie. Ihnen allen gemeinsam ist eine konsequente Kontextualisierung des Scheiterns in konkreten historischen, kulturellen und sozialen Zusammenhängen.
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Citation:
Ina Merkel. Review of Zahlmann, Stefan; Scholz, Sylka, Scheitern und Biographie: Die andere Seite moderner Lebensgeschichten.
H-Soz-u-Kult, H-Net Reviews.
September, 2005.
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