Rosenstrasse. Margarethe von Trotta.
Reviewed by Beate Meyer
Published on H-German (July, 2004)
Geschichte im Film--Judenverfolgung, Mischehen und der Protest in der Rosenstrasse, 1943
Gleich nach der Uraufführung des Filmes "Rosenstraße" brach zwischen dem Historiker Wolfgang Benz und der Filmemacherin Margarethe von Trotta ein Streit um die Darstellung des Protestes der Frauen in der Rosenstraße aus.[1] <p> Der Film greift die Verfolgung der rd. 35.000 deutsch-jüdischen Mischehen im Nationalsozialismus auf.[2] Es hatten in den Jahrzehnten zuvor mehr jüdische Männer als jüdische Frauen einen nichtjüdischen Partner (1,5 bis 2,5 x so viele) geheiratet, vor allem in Großstädten wie Berlin.[3] Wenn Margarethe von Trotta die Konstellation "nichtjüdische Frau" und "jüdischer Mann" gewählt hat, ist dies also typisch und erklärt, warum es überwiegend Frauen waren, die in der Rosenstraße protestierten. Dass unter Künstlern Mischehen öfter vorkamen, ist bekannt. Die Kombination "adlige Frau-jüdischer Mann" war in der Realität allerdings selten aufzufinden, zeichnete sich der Adel doch--vor allem in der jüngeren Generation--durch prononcierte antisemitische Tendenzen aus.[4] <p> Juden in Mischehen litten zunächst unter der NS-Verfolgung genauso wie andere Juden: Sie stiegen sozial ab, ihr Vermögen wurde gesperrt, sie mussten die Zwangsnamen "Sara" und "Israel" annehmen und in Mischehe lebende jüdische Männer wurden am 9./10. November 1938 mit verhaftet. Dies führte den nichtjüdischen Ehefrauen schlagartig vor Augen, dass künftig neben der Armut auch der Makel der Kriminalisierung und der Status absoluter Rechtlosigkeit auf ihnen lasten würde.[5] In dieser Zeit zerbrachen gerade die aus materiellen Gründen geschlossenen Ehen, insbesondere die mit jüdischen Ehemännern. Auf die Mischehen mit jüdischen Frauen wagte der NS-Staat noch nicht so zuzugreifen. <p> Die Scheidungsraten in Mischehen wurden früher auf 7 bis 10 Prozent geschätzt. Die Historikerin Ursula Büttner sprach deshalb vom "Bollwerk Familie", das gegen alle Zumutungen des NS-Staates Bestand gehabt habe.[6] Ähnlich argumentiert Nathan Stoltzfus.[7] Er konstatiert bei denen, die an der Ehe festhielten, einen "lebensgefährlichen zivilen Ungehorsam". Zerrüttungstendenzen in den Ehen und steigende Scheidungsraten finden bei so viel Wunschdenken wenig Aufmerksamkeit. Mittlerweile ist bekannt, dass die Scheidungen bei 20 Prozent und höher lagen, und zwar auch noch zu einer Zeit, als das Scheidungs- mit dem Todesurteil gleichzusetzen war.[8] Ein Fünftel bis ein Viertel der nichtjüdischen Frauen entschied sich unter massivem Druck, den jüdischen Partner preiszugeben.[9] Im Film heißt es demgegenüber, so viele "arische" Männer hätten ihre jüdischen Frauen verlassen. Diese empirisch nicht haltbare Vorstellung geistert seit den achtziger Jahren durch die Forschungsliteratur.[10] Dabei wurden 80 bis 90 Prozent der Mischehenscheidungen von "deutschblütigen" Frauen eingereicht! <p> In einer Filmsequenz droht ein Gestapobeamter Lena Fischer, wenn sie sich nicht scheiden ließe, würden beide Eheleute deportiert. Diese Möglichkeit wurde tatsächlich auf der Wannsee- und den Folgekonferenzen erwogen, jedoch nicht in die Tat umgesetzt.[11] <p> Die Verfolgung der Mischehen hatte immer wieder zu Protesten der "deutschblütigen" Verwandten geführt, die nach der Pogromnacht 1938 erneut anstiegen. Zur Beruhigung verkündete Göring im Winter 1938, künftig werde zwischen "privilegierten" und "nichtprivilegierten" Mischehen unterschieden.[12] Als "nicht privilegiert" galten nun kinderlose Ehen mit jüdischem Ehemann (wie Lena Fischers Ehe im Film) und solche mit jüdisch erzogen Kindern (auch dazu gibt es im Film eine Entsprechung: die Jugendliche im Sammellager, deren jüdischer Vater sich dort einweisen lässt, um ihr beizustehen). "Privilegiert" waren Ehen mit jüdischer Frau--auch kinderlose--und solche mit nichtjüdisch erzogenen Kindern. <p> Die "Privilegien" bestanden im wesentlichen darin, dass diese Mischehen in ihren Wohnungen verbleiben durften und nicht der Kennzeichnungspflicht unterlagen. Sie konnten ihr Vermögen auf den nichtjüdischen Partner übertragen. Zwangsarbeit mussten beide Gruppen leisten. Ab Herbst 1941 wurde bedeutsam, dass "privilegierte" wie "nichtprivilegierte" Juden von den Deportationen zunächst ausgenommen waren.[13] <p> Wenn im Film die inhaftierten Juden Lager Rosenstraße fast alle einen Stern tragen, so ist dies historisch nicht richtig, ca. 2/3 der Inhaftierten dort mußten den Stern nicht tragen. Ihre <cite>nicht</cite>jüdischen Kinder, die "Mischlinge ersten Grades", waren ebenfalls von der Kennzeichnungspflicht befreit. Von Trotta wählte auch hier die absolut seltenste Kombination: Die kleine Ruth im Film, die anfangs den Stern trägt, ist in der Filmkonstruktion nicht "Mischling ersten Grades" wie über 90 Prozent der ca. 73.000 "Halbjuden" in der Realität, sondern sie ist als "Geltungsjüdin" eingestuft, also als jüdisch erzogene "Halbjüdin" wie nur ca. 8.000 Personen.[14] In der NS-Zeit wäre der Unterschied zwischen "Mischling ersten Grades" und "Geltungsjüdin" doppelt lebensentscheidend gewesen, denn ein minderjähriger "Mischling ersten Grades" schützte eine jüdische Mutter vor dem Abtransport und wurde selbst nicht deportiert. Da im Film aber nun Mutter und Kind jüdisch sind und durch die Scheidung den Schutz des nichtjüdischen Vater verloren hatten--das sagt auch der Gestapobeamte--hätten sie eigentlich schon vorher in die Transporte eingereiht werden sollen. <p> Im Film gibt es eine Szene, in der die Ehefrau eines deportierten Juden einem Gestapobeamten eine Passage über den Schutz durch die Mischehe aus dem Text der Nürnberger Gesetze zitieren will. Historisch ist das nicht korrekt, denn die 1935 erlassenen Nürnberger Gesetze beschränken sich auf das Verbot der Mischehe und außerehelicher Sexualität. Die Kategorien der "privilegierten" und der "nichtprivilegierten" Mischehen wurden im Winter 1938 eingeführt und nie gesetzlich fixiert. <p> Außer den in Mischehen Lebenden waren zwischen Oktober 1941 und Ende Februar 1943 auch jüdische Rüstungsarbeiter (bedingt) von den Deportationen ausgenommen. Ende 1942/Anfang 1943 konnten sie durch ausländische Zwangsarbeiter ersetzt werden. Mit der "Fabrik-Aktion" begann ihre Deportation.[15] Während dies andernorts ohne großes Aufsehen stattfand, fuhren in Berlin Lastwagen vor den Fabriken vor, schwärmten bewaffnete SS- und Gestapoleute aus, um jeden Juden festzunehmen, dessen sie habhaft werden konnten. Ab 1. März wurden ca. 12.500 Juden, davon knapp 9.000 aus Berlin, nach Auschwitz transportiert. Proteste gegen ihre Deportation sind nicht überliefert.[16] <p> Währenddessen wurden in den Sammellagern die 1.500 bis 2.000 in Mischehe lebenden Juden und "Geltungsjuden" ausgesiebt, in das Gebäude in der Rosenstraße überstellt und dort ca. eine Woche festgehalten.[17] Laut Erlass des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) sollten sie registriert, erfasst, aber <cite>nicht deportiert</cite> werden--was sie nicht wissen konnten. Sie schwebten in Todesangst und glaubten später, der Protest ihrer Ehefrauen habe sie gerettet. Der Film greift diese gegensätzlichen Positionen auf und verarbeitet beide. Während die Gesamthandlung den Erfolg der Frauen nahe legt, wird die These von der geplanten Freilassung vom Baron von Eschenbach (Jürgen Vogel) etwas sarkastisch als Erklärung eingebracht--und dient wohl gleichzeitig zur Beschwichtigung möglicher Einwände von Historikern.[18] <p> Ein Passus in dem erwähnten Erlaß mahnte, die Gestapo dürfe nicht den Eindruck erwecken, "dass bei dieser Aktion das Mischeheproblem gleichzeitig grundlegend bereinigt werden soll." Doch genau dies nahmen die Angehörigen der in der Rosenstraße Inhaftierten natürlich an. Voller Angst sammelten sie sich vor dem Gebäude. Die Zahlenangaben schwanken zwischen 150 Personen (die wahrscheinlichste Angabe) und 6000, die sich vorübergehend oder ständig dort aufhielten.[19] Der Film hält sich an die realistischere Zahl von ca. 150 bis 200 Personen. <p> Eine Minderheit der Zeitzeugen hat später von einem SS-Fahrzeug und einem Maschinengewehr gesprochen, vielleicht, weil häufig Wagen mit Uniformierten durch die Reichshauptstadt fuhren. Ich vermute, das Maschinengewehr wurde nachträglich der Erinnerung hinzugefügt, um das Ausmaß der Angst zu demonstrieren. Im Film allerdings wird beides zum Teil des dramaturgischen Spannungsbogens. Dieser zugespitzten Bedrohung setzen die Frauen im Film nicht nur--wie in der Realität--ihre Forderung, "wir wollen unsere Männer wiederhaben" entgegen, sondern die Regisseurin lässt sie "Mörder, Mörder" rufen. Hier überschreiten die Frauen im Film die Schwelle vom Protest zum Widerstand. Es wird suggeriert, sie würden sich öffentlich gegen das NS-Regime generell wenden, und das ist hochproblematisch. <p> Die meisten Häftlinge wurden eine Woche in der Rosenstraße festgehalten. Am Ende dieser Woche wurden 25 Männer aus nichtprivilegierten Mischehen von dort deportiert--im Film ein Anzeichen für den allgemeinen Abtransport.[20] Doch hier handelte es sich ganz offensichtlich um eine Aktion der Gestapobeamten ohne die dazu notwendige Genehmigung des RSHA. Sie setzten die Männer als "Schutzhäftlinge" Richtung Auschwitz in Marsch. Zwei Wochen später befahl ein Fernschreiben des RSHA ihre Rückführung--eben weil sie durch die Mischehe vor der Deportation geschützt waren. Die meisten der Männer überlebten nach einer Lagerodyssee die NS-Zeit. Der Film greift den Abtransport der Männer auf, ohne die spätere Rückführung zu erwähnen. So stützt die "irrtümliche" Deportation im Film unausgesprochen die These von der angeblichen geplanten Deportation. <p> Am Ende der Filmerzählung begeben sich die nun wieder vereinten Paare nach Hause. Die unmittelbare Bedrohung ist vorbei und die immerhin noch zwei Jahre währende NS-Zeit scheint eine Art Wartezeit auf das Kriegsende zu sein. Die Realität wich davon sehr stark ab. Im April 1943 lebten noch ca. 17.000 Juden in Mischehe in Deutschland, deren Zahl bis 1944 auf 12.000 Paare sank.[21] Reichsweit erhielten im Oktober 1944 die "arischen" Ehemänner und Söhne von Jüdinnen die Einberufung zur Zwangsarbeit in Lager der Organisation Todt. Die Verfolgung hatte nun auch diesen Personenkreis mit voller Härte erreicht. Die meisten der in Mischehen lebenden Jüdinnen und Juden bekamen zu Jahresbeginn 1945 den Deportationsbefehl nach Theresienstadt.[22] Proteste fürchteten die Machthaber nicht mehr. Diese Zuspitzung der Situation ist im Film ausgespart. <p> Die inhaltliche Vorlage des Films war Stoltzfus^Ò Studie mit der Schlussfolgerung, hätten sich mehr Deutsche so verhalten wie diese Frauen, hätte "individuelle oder kollektive Gehorsamsverweigerung die Verbrechen möglicherweise eingedämmt."[23] Deshalb ist auch die Freilassung als Folge des Protestes für Stoltzfus--und in der Folge für von Trotta--so wichtig--als sei nicht schon die Protestaktion an sich bemerkenswert. Es kommt von Trotta entgegen, dass überwiegend Frauen agierten, denn sie hat sich bisher filmisch mit Frauen befasst, die manchmal zweifelten oder Angst zeigten, aber doch stark, mutig und kämpferisch handelten. Die störenden Teile der Realität, nämlich Egoismus, Feigheit, Angst oder die Schwäche jener Frauen, die nicht an ihren Ehen festhielten, spart sie in diesem Film nicht nur aus, sondern projiziert sie auf die Männer, die sich angeblich massenhaft von ihren jüdischen Frauen scheiden ließen. So sind es die Frauen, die dem von männlicher Brutalität gekennzeichneten NS-Regime einen Sieg abtrotzen. Als sie diesen errungen haben, gehen sie--im Film--noch einen Schritt weiter: Sie setzen diesem unmenschlichen Regime eine neue, solidarische Gemeinschaft entgegen, in die alle Verfolgten aufgenommen werden (Lena und ihr Mann nehmen Ruth zu sich, die Familie der Jugendlichen nimmt eine Inhaftierte auf, deren Mann an der Ostfront steht). <p> Neben der Utopie des gewaltfreien Widerstandes und dem feministischen Anliegen bestimmt noch ein drittes Moment von Trottas Werk maßgeblich: Nicht eine Metzgerstochter oder die eines kleinen Beamten, was der Realität mehr entsprochen hätte, kämpft als Ehefrau eines Juden, sondern eine deutsche Adlige.[24] Sie verkörpert Schönheit, Mut, Stärke, Liebe, vor allem aber Treue bis zur Selbstaufopferung. Margarethe von Trotta geht--so ihre homepage--davon aus, die Machthaber haetten bei den Frauen nicht bestrafen können, was sie ansonsten von ihren Untertanen forderten. Dafür könnten freilich viele Gegenbeispiele angeführt werden. Aber Lena Fischer alias Baroness von Eschenbach ist überdies die personifizierte Moral. Hätte das die Metzgerstochter symbolisieren können? Nein! So wird der Widerstand getragen vom deutschen Adel, die Metzgers- und Beamtentöchter befinden sich nur in der flankierenden Menge. Als einzelne treten sie nicht hervor, sie überwinden jedoch in der Menge ihre Differenzen. So wird die Frau mit dem "Goldenen Parteiabzeichen" der NSDAP integriert, ohne ihrer Weltanschauung abzuschwören. Die Menge wird mit lauten Rufen und langsamen Vorrücken Richtung Gebäude aktiv. Das Privileg des individuellen Handelns hingegen liegt beim Adel. Dieser ist im Film gespalten zwischen dem alten Vater, der aus Treue zum Regime dessen Verbrechen nicht wahrhaben will, und der jungen Generation, die Treue an der Seite der Juden übt. Hier dürfte unterschwellig eine glorifizierende Vorstellung vom Widerstand des 20. Juli eingeflossen sein. <p> Es mischen sich also drei Elemente: 1. Ziviler Ungehorsam bzw. gewaltfreier Widerstand bis hin zur Selbstopferung--eine Vorstellung der undogmatischen Linken und Pazifisten der achtziger Jahre; 2. Feminismus, erwachsen aus der Frauenbewegung der siebziger und achtziger Jahre; 3. Adlige Moral ^Ö ein Mythos der Widerstandsgeschichte, der sich durch die deutsche Nachkriegsgeschichte zieht. <p> Alle drei Elemente haben mit dem Dritten Reich wenig, mit der Projektion gegenwärtiger Utopien auf einen historischen Stoff aber viel zu tun. Um nun Baroness von Eschenbach besonders glänzen zu lassen, bedarf es neben dem jüdischen Ehemann, der recht farblos und passiv bleibt, einer bewährten Vergleichsfolie, auf der ihr Handeln besonders gut zur Wirkung kommt, die das Kinopublikum anrührt und emotional und wie rational die Opfer rechtfertigt: Sie rettet ein unschuldiges jüdisches Kind. Diese Rettung ist in der Wirkung des Films bedeutsamer als die Rettung des Ehemannes, die explizit im Vordergrund steht. <p> Margarethe von Trottas Retterin Lena Fischer agiert in einer extrem polarisierten und reduzierten deutschen Gesellschaft. Da kommunizieren vor allem Uniformierte: SS, Polizei, Gestapo. Als Contrapart stehen ihnen die protestierenden Frauen gegenüber. Protagonisten, die keiner der beiden Seiten zugerechnet werden können, sind dagegen rar und dienen lediglich zur Kontrastierung der mutigen Frauen wie der brüllenden Uniformträger. <p> Inzwischen haben rd. 600.000 Personen in Deutschland und 30.000 in den Niederlanden den Film gesehen. Wenn er ab Juni in den USA läuft, werden Tausende hinzukommen. Ihr und unser Bild vom Nationalsozialismus, von der deutschen Gesellschaft dieser Zeit und den verfolgten Juden ist ohnehin stark von Medien geprägt, die dafür bestimmte Symbole anbieten: den Judenstern, den bewaffneten, brüllenden SS-Mann, düstere Beleuchtung für die Welt der Verfolgten, Goebbels als lüsternen "Bock von Babelsberg" und vieles mehr. Die ungewöhnliche Geschichte des Protestes wird im Rosenstraßen-Film leider gewaltsam an dieses Bild angepasst. So vergibt der Film die Chance, unser Bild von der Vergangenheit zu differenzieren und lässt uns mit den sich "jagenden happy-ends"--so eine Rezensentin-- und der Frage allein, wie es eigentlich zum Judenmord kommen konnte, wenn es doch nur sieben Tage der Standhaftigkeit bedurfte, ihn zu verhindern. <p> Anmerkungen <p> [1]. Wolfgang Benz, "Kitsch, Klamotte, Klitterei," <cite>Süddeutsche Zeitung</cite>, 18 September 2003; und Margarethe von Trotta, "Interview mit dem Bayrischen Rundfunk," zitiert nach: Stefan Koldehoff, "Gepflegtes Misstrauen," <cite>Süddeutsche Zeitung</cite>, 22 September 2003. Fuer eine Langfassung dieses Textes siehe Beate Meyer, "Geschichte im Film--Judenverfolgung, Mischehen und der Protest in der Rosenstraße 1943," <cite>Zeitschrift für Geschichtswissenschaft</cite> 1 (2004): S. 23-36. <p> [2]. Vgl. Beate Meyer, <cite>"Jüdische Mischlinge". Rassenpolitik und Verfolgungserfahrung 1933-1945</cite> (Hamburg: Doelling und Galitz, 1999), S. 24ff.; siehe auch Ursula Büttner, <cite>Die Not der Juden teilen</cite>, (Hamburg 1988), S. 14. <p> [3]. Vgl. Meyer, "Jüdische Mischlinge", S. 24f. <p> [4]. Vgl. Stefan Malinowski, Vom König zum Führer: Sozialer Niedergang und politische Radikalisierung im deutschen Adel zwischen Kaiserreich und NS-Staat, Berlin 2003. Es muss von Trotta zugute gehalten werden, daß sie die untypische Hauptfigur (frei) nach den Erzählungen eines Zeitzeugen entwarf. <p> [5]. Vgl. Meyer, "Jüdische Mischlinge", S. 29f. <p> [6]. Vgl. Ursula Büttner, "Bollwerk Familie. Die Rettung der Juden in 'Mischehen'", in _Mut zur Menschlichkeit, Hrsg. Günther B. Ginzel (Köln: Rheinland Verlag, 1993). 1993, S. 59-77. <p> [7]. Nathan Stoltzfus, <cite>Resistance of the Heart: Intermarriage and the Rosenstrasse Protest in Nazi Germany</cite>, (New York: W. W. Norton, 1996); ders., <cite>Widerstand des Herzens--der Aufstand der Frauen in der Rosenstraße</cite>, (München: Carl Hanser, 1999); ders., "Widerstand des Herzens. Der Protest in der Rosenstraße und die deutsch-jüdische Mischehe," <cite>Geschichte und Gesellschaft</cite> 21 (1995): S. 218-247 und die Replik von Christoph Dipper, "Die Schwierigkeiten mit der Resistenz," <cite>Geschichte und Gesellschaft</cite> 22 (1996): S. 409-416; siehe Meyer, "Jüdische Mischlinge", S. 93f. <p> [8]. Vgl. Beate Meyer, "The Mixed Marriage. A Guarantee of Survival or a Reflection of German Society during the Nazi Regime?" in <cite>Probing the Depths of German Antisemitism. German Society and the Persecution of the Jews, 1933-1941</cite>, Hrsg. David Bankier (New York amd Jerusalem: 2000), S. 54-77. <p> [9]. Vgl. Meyer, "Jüdische Mischlinge", S. 68ff. und Tabelle "Mischehenscheidungen und Aufhebungen 1937-1945", S. 462. Trauriger Höhepunkt der Scheidungen nach 1938: Das Jahr 1943. <p> [10]. Diese Zahl übernahmen div. Historiker von Dorothee Klinksiek, <cite>Die Frau im NS-Staat</cite>, Stuttgart 1982. <p> [11]. Vgl. Besprechungsprotokoll der Wannsee-Konferenz vom 20.1.1942, abgedruckt in: Kurt Pätzold/Erika Schwarz, <cite>Tagesordnung Judenmord. Die Wannsee-Konferenz am 30. Januar 1942</cite>, (Berlin: Metropol, 1992), S. 102-112. <p> [12]. Bundesarchiv Berlin, R 18, RMdI, 343-345, Geheimer Schnellbrief des Ministerpräsidenten Generalfeldmarschall Göring, Beauftragter für den Vierjahresplan, an den RmdI u.a. v. 28.12.1938. <p> [13]. Vgl. Meyer, "Jüdische Mischlinge", S. 30ff. <p> [14]. Zu den Zahlen siehe ebd., S. 162ff. <p> [15]. Vgl. Wolf Gruner, <cite>Der geschlossene Arbeitseinsatz deutscher Juden. Zwangsarbeit als Element der Verfolgung 1938-1943</cite>, (Berlin: Metropol, 1997), S. 306ff., ders., "Die Fabrik-Aktion und die Ereignisse in der Berliner Rosenstraße. Fakten und Fiktionen um den 27. Februar 1943," <cite>Jahrbuch für Antisemitismusforschung</cite> 11 (2002): S. 137-177, hier: S. 145f. <p> [16]. Zahlen nach Gruner, <cite>Arbeitseinsatz</cite>, S. 320. <p> [17]. Vgl. Beate Meyer, "Die Inhaftierung der "jüdisch Versippten" in der Berliner Rosenstraße im Spiegel staatsanwaltlicher Zeugenvernehmungen in der DDR," <cite>Jahrbuch für Antisemitismusforschung</cite> 11 (2000): S. 178-197, S. hier: S. 184ff. <p> [18]. Auf der Berliner Tagung zum Thema bestätigte der Produzent des Filmes diese Vermutung: die Erklärung sei nach einem Gutachten, das Wolf Gruner zur ersten Drehbuchfassung erstattet hatte, hineingenommen worden. Vgl. zur Position der am Film Beteiligten ansonsten Felix Möller, "Der Protest in der Rosenstraße," in <cite>Rosenstraße. Ein Film von Margarethe von Trotta. Die Geschichte. Die Hintergründe</cite>, ed. Thilo Wydra (Berlin: Nicolai, 2003), S. 25-60. <p> [19]. Vgl. zu den Zahlenangaben und ihrer jeweiligen Herkunft: Gruner, Fabrik-Aktion, S. 168. <p> [20]. Vgl. Stoltzfus, Widerstand, S. 336ff., Schulle, "Gebt unsere Männer frei", in: Beate Meyer/Hermann Simon (Hg.), Juden in Berlin 1938-1945, Berlin 2000, S. 164f. <p> [21]. Zahlen nach: Herbert Strauss, Jewish Emigration from Germany . Nazi Policies and Jewish Responses , in: Leo Baeck Yearbook XXV/1980, S. 313-358, hier: S. 317. <p> [22]. Vgl. Meyer, "Jüdische Mischlinge", S. 237ff. <p> [23]. Stoltzfus, <cite>Wahrheit</cite>. <p> [24]. Damit hebt von Trotta die von Stoltzfus kreierte Dichotomie "Widerstand des 20. Juli" und "Aufstand von unten" für sich wieder auf und vereint diese Momente im Rosenstraßen-Protest wieder.
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Citation:
Beate Meyer. Review of , Rosenstrasse.
H-German, H-Net Reviews.
July, 2004.
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